Karen Ranke

Karen Ranke ist Junior Professional bei der Deutschen UNESCO-Kommission. 2014 verbrachte sie mit kulturweit sechs Monate im DAAD-Informationszentrum in Santiago de Chile.

Karen mit Schülerinnen in einer kubanischen UNESCO-Projektschule

Als kulturweit-Freiwillige verbrachte ich 2013/14 sechs wundervolle Monate in Santiago de Chile, wo ich im Informationszentrum des DAAD arbeitete und chilenische Studentinnen und Studenten zu Studienmöglichkeiten in Deutschland beriet. Meine Liebe zu Südamerika entdeckte ich bereits 2012, als ich für ein drei-monatiges Praktikum nach Argentinien reiste. Ich hatte mich daher gezielt auf kulturweit-Einsatzstellen in Südamerika beworben und der DAAD stand ganz oben auf meiner Wunschliste, da ich mir schon damals gut vorstellen konnte, später einmal in der Auswärtigen Bildungspolitik zu arbeiten.

Als das Ende meines Freiwilligendienstes näher rückte, war mein Fernweh nicht etwa gestillt – im Gegenteil. Und so bewarb ich mich im Anschluss für einen Studienplatz in dem internationalen, sozialwissenschaftlichen Masterprogramm Global Studies (HU Berlin/FLACSO Argentinien). Meine Freude war groß, als ich an meinem letzten Tag in Santiago die Zusage erhielt für diesen zweijährigen "Globetrotter"-Studiengang, dessen Ziel es ist, durch Studienaufenthalte an drei Universitäten auf drei verschiedenen Kontinenten die Herausforderungen und Chancen der Globalisierung des 21. Jahrhunderts zu untersuchen. Mein Studium führte mich nach Argentinien, Thailand und Kuba und mein Forschungsinteresse lag vor allem im Bereich "Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)".

Auch hier hat kulturweit maßgeblich zur Inspiration beigetragen, denn das Konzept der "Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)" ist mir zum ersten Mal auf den kulturweit-Seminaren begegnet. Die Idee, durch innovative und alternative Bildungskonzepte eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Gesellschaftsordnung auf globaler Ebene zu fördern, überzeugte mich so sehr, dass ich sie auch zum Thema meiner Masterarbeit machte. Dank eines DAAD Kurzstipendiums zur Anfertigung von Abschlussarbeiten verbrachte ich im Sommer 2015 einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt im Regionalbüro der UNESCO in Havanna, Kuba, wo ich empirisches Datenmaterial sammelte für meine Masterarbeit über die Umsetzung der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung an UNESCO-Projektschulen. DAAD, UNESCO, BNE ­– Ich denke, es ist nicht übertrieben zu sagen, dass kulturweit elementare Bausteine für meine weitere Laufbahn legte.

Seit Mai arbeite ich nun als Junior Professional für die Deutsche UNESCO-Kommission. Das einjährige Programm ermöglicht nach dem Hochschulabschluss eine Ausbildung in den Themenfeldern Bildung, Wissenschaft, Kultur, Kommunikation – und zeigt, wie Ziele der internationalen Politik in der Praxis umgesetzt werden können. Das Themenfeld, mit dem ich als Junior Professional im Bereich Wissenschaft/Nachhaltigkeit zu tun habe, entspricht genau meinen Interessen. Zurzeit entwickle ich ein Konzept zur besseren Integration von BNE-Lerninhalten in UNESCO-Biosphärenreservaten und plane einen Workshop mit kulturweit-Alumni zum Thema Menschenrechte.