08. bis 09. Mai 2021

1849 gründete sich die erste Genossenschaft: Die industrielle Revolution war voll im Gange, Fabriken schossen aus dem Boden und der Monopolkapitalismus verbreitete sich immer stärker. Landnahme und die Verdrängung handwerklicher Berufe und Kleinbetriebe waren an der Tagesordnung. Aus der Not und der mangelnden Handlungsmacht der*des Einzelnen heraus formierten sich die ersten genossenschaftlichen Verbindungen und setzten damit der kapitalistischen Produktionsweise etwas entgegen.  

Auch heute, 172 Jahre später ist die Idee noch aktuell. Menschen finden sich in verschiedensten Bereichen wie u.a. Wohnen oder Arbeiten zusammen, um ein gesellschaftliches Miteinander nach Kriterien zu gestalten, die nicht der herkömmlichen Marktlogik folgen. So zumindest der ursprüngliche Ansatz der Genossenschaftsidee. Doch inwiefern hat dieser sich im Laufe der Zeit eventuell verändert? Haben Genossenschaften wirklich immer einen sozialen Anspruch? Welche Kriterien müssen erfüllt sein, um als Genossenschaft zu gelten? Welche Genossenschaftsarten gibt es? Welchen Potentialen und Herausforderungen sehen sich heutige Genossenschaften gegenüber? Und natürlich: Warum ist die „Idee und Praxis der Organisation gemeinsamer Interessen in Genossenschaften“ seit 2016 als immaterielles Kulturerbe eingetragen? Was unterscheidet überhaupt Welterbe und immaterielles Kulturerbe?

Mit diesen Fragen wollen sich zwei Welterbe-Teamer*inne gemeinsam mit euch beschäftigen und dazu Praxisbeispiele in Deutschland und global ansehen.

Die Seminarzeiten sind:

  • Samstag 09:00 - 15:30 Uhr
  • Sonntag 09:30 - 12:30 Uhr

 

Eine Anmeldung ist über den Coworking-Space oder direkt per E-Mail an frizzi.ruschke[at]gmx.de möglich.

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