Offene Türen,echte Eindrücke
Wie sieht der Alltag als Freiwillige an einer Schule in der Slowakei aus? Lilly beschreibt, wie sie den Tag der offenen Tür am Gymnasium Poprad unterstützt hat. Ein Vormittag voller Lernmomente und persönlichem Austausch.
Am Donnerstag, den 22.01.2026, fand an dem bilingualen Gymnasium Poprad ein Tag der offenen Tür der deutschen Abteilung statt. Viele Gäste kamen aus der näheren Umgebung, einige reisten sogar von weiter her an, wie zum Beispiel aus dem kleinen Städtchen Kežmarok, nordöstlich von Poprad.
Die Besonderheit der bilingualen Schule: Ab dem achten Schuljahr - hier in der Schule ist das die erste Klasse - können die Schülerinnen und Schüler die deutsche Abteilung besuchen. In der ersten Klasse lernen die Schülerinnen und Schüler die Grundbausteine der deutschen Sprache im sogenannten Konversationsunterricht. Die deutsche Abteilung bietet ihnen in den folgenden Jahren bis zum 13. Schuljahr, beziehungsweise hier an der Schule bis zur fünften Klasse, Unterricht in den Fächern Geschichte, Geographie, Mathematik sowie Deutsch ausschließlich in deutscher Sprache an. Hier werden die Schülerinnen und Schüler auf das deutsche Abitur vorbereitet. Das bilinguale Gymnasium in Poprad ist daher eine der wenigen Schulen in der Slowakei, die ein solches Angebot vorhalten. Partnerschulen, unter anderem das Gymnasium Westerstede in Niedersachsen, bieten Schülerinnen und Schülern aus Poprad die Möglichkeit an einem Schüleraustausch im Ausland teilzunehmen.
Am Tag der offenen Tür ging es darum, den Schülern einen direkten Einblick in den Alltag an der deutschen Abteilung zu vermitteln. Meine Aufgabe war es, die zweite Klasse während des Tages zu begleiten. An einer Station gab es Memory-Karten, mit denen Begriffe erklärt werden sollten, die zur Arbeit an der Schule passen, wie zum Beispiel „Deutschunterricht“ oder auch „Internat“. Darüber hinaus kamen die Schülerinnen und Schüler mit den Gästen ins Gespräch und konnten sich mit ihnen über ihre Eindrücke austauschen und von ihren Erfahrungen an der Schule berichten. Zum Ende des Gespräches konnten die Schülerinnen und Schüler einen Zettel mit einem Spruch oder einem Wort in deutscher Sprache von einer mit Post-its beklebten Tafel zur Erinnerung mitnehmen. Wer kreativ sein wollte, hinterließ anderen einen Zettel mit Notizen in deutscher Sprache.
So verlief der Vormittag in der deutschen Abteilung des bilingualen Gymnasiums in Poprad wie im Flug.
Schöne Grüße aus Poprad!
Dovidenia
Lilly