12.HoherBesuch
Mathilda Bürgstein
kulturweit-Outgoing 2023
Einsatzstelle: Alexander-von-Humboldt-
Schule, Ulan Bator
Einsatzland: Mongolei
Audio: Hoher Besuch
Audio: Hoher Besuch
Wann hat man schon mal die Möglichkeit, mit dem Bundespräsidenten zu plaudern und Außenpolitik live zu erleben? Das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Mongolei mit Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durfte Mathilda als kulturweit-Freiwillige auf besondere Weise miterleben.
Mathilda Bürgstein:
"Zwischen der Mongolei und Deutschland bestehen seit nun mehr 50 Jahren diplomatische Beziehungen. Anlässlich dieses Jubiläums reiste Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Februar 2024 in die „kälteste Hauptstadt der Welt“, Ulan Bator, um den mongolischen Präsidenten zu treffen. Auch für uns kulturweit- Freiwillige war der Besuch ein ganz besonderes Erlebnis, denn auch wir wurden zu einem Empfang mit Herrn Steinmeier eingeladen. Im Chinggis-Khaan-Nationalmuseum warteten wir bei leckeren Häppchen auf unseren Bundespräsidenten. Nach dem offiziellen Programm hatten wir sogar die Möglichkeit, uns kurz mit ihm und seiner Frau Elke Büdenbender über unseren Freiwilligendienst mit kulturweit auszutauschen. Ein ganz besonderes und einmaliges Erlebnis! Gleichzeitig war ich mit meinen Gedanken bei den Schüler*innen in meiner Einsatzstelle, die ebenfalls den Bundespräsidenten empfangen durften. Die Wochen vor dem Empfang wurden nämlich genutzt, um deutsche und mongolische Lieder, Tänze und Gedichte extra für diesen Besuch einzustudieren. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir auch in Deutschland mehr über die Mongolei erfahren. Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Land näher kennenlernen durfte. Die Natur ist unglaublich vielfältig und wunderschön – von endlosen Steppen bis hin zu atemberaubenden Bergen, Seen und sogar Wüsten. Besonders in Erinnerung bleiben mir die Begegnungen in der Mongolei. Die Menschen sind sehr offen und hilfsbereit, sodass ich mich immer willkommen gefühlt habe.
Auf einer meiner Reise ins Altaigebirge mit einer mongolischen Reisegruppe habe ich eine ältere mongolische Frau kennengelernt, die zu einer meiner Mitreisenden wurde. Wir haben uns schnell sehr gut verstanden. Sie war von Anfang an sehr herzlich zu mir und hat mich während der gesamten Reise liebevoll unterstützt und sich rührend um mich gekümmert. Sie sorgte dafür, dass ich warm genug angezogen war, steckte mir Süßigkeiten zu und achtete stets darauf, dass ich etwas zu essen bekam. Bereits am zweiten Tag sagte sie, sie sei nun meine "mongolische Mama" und sie sei schon jetzt traurig, dass ich in vier Wochen wieder nach Deutschland zurückkehren muss. Sie sagte, ich sei immer bei ihr willkommen und hoffe, dass ich sie bald wieder besuchen werde. Das war nur eine von vielen wunderschönen Begegnungen."
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