Meilensteine und prägende Momente
In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Freiwilligendienst »kulturweit« etabliert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der »kulturweit«-Koordinierungsstelle der Deutschen UNESCO-Kommission erinnern sich an wichtige Meilensteine und prägende Momente.
Die Freiwilligen haben sich materialisiert!
Anna Veigel, Leiterin der »kulturweit-Koordinierungsstelle
"Sehr beeindruckend war für mich, neben den vielen anderen Situationen, die wir im Zuge der ersten Ausreise zum ersten Mal erlebten, die offizielle Begrüßung der Freiwilligen auf dem ersten Vorbereitungsseminar im Sommer 2009. Im vollen Kino der Jugendbegegnungsstätte trafen sich alle Freiwilligen der ersten »kulturweit«-Generation, Vertreter des Auswärtigen Amts, der »kulturweit«-Partnerorganisationen und der Deutschen UNESCO-Kommission. Die bisher „abstrakten“ Freiwilligen zu spüren, sie materialisiert mit leuchtenden Augen vor mir zu sehen war einfach toll und unvergesslich!"
Zurück - aber nicht mehr dieselben
Sarah Kolls, bei »kulturweit« für die Organisation der Seminare zuständig:
"Das Nachbereitungsseminar für die Freiwilligen, die im September 2009 ausgereist waren und einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst leisteten, war in vieler Hinsicht unvergesslich. Einerseits schloss sich mit dem Nachbereitungsseminar der Kreis des ersten »kulturweit«-Jahres – nur um sich fünf Tage später, auf dem nächsten Vorbereitungsseminar, wieder zu öffnen. Andererseits kamen die Freiwilligen der Pioniergeneration, die wir ein ganzes Jahr begleitet hatten, nach zwölf Monaten an denselben Ort zurück - aber natürlich waren sie nicht mehr dieselben. Es war beeindruckend, sie wiederzusehen und mit ihnen gemeinsam den Abschluss ihres Freiwilligendienstes zu feiern. Dass sie uns dazu am letzten Abend noch in den Sprachen ihrer Gastländer dankten und uns ein selbst gestaltetes Buch übergaben, war natürlich ein zusätzliches Highlight."
Besprechung in Ankara
Ina Baum, bei »kulturweit« für die Visaangelegenheiten und den Bereich Qualitätssicherung und Evaluation zuständig
"Zwischen kurzen Dankes-E-Mails von Freiwilligen, netten Rückmeldungen von den Einsatzstellen oder einfach humorvollen Momenten im Büro gibt es eigentlich immer tägliche Highlights. Als Zuständige für Visaangelegenheiten stehe ich oft in intensivem Kontakt mit Vertretern und Vertreterinnen deutscher Botschaften im Ausland. Mitunter telefonieren wir ständig, nur leider ergibt sich eben selten die Möglichkeit zu einem Treffen. Anfang Dezember 2010 fand in Ankara das Zwischenseminar für die Freiwilligen statt, die sich seit September in der Region Naher Osten mit »kulturweit« aufhalten. Am 01.Dezember hatte ich eine lange Besprechung in der deutschen Botschaft in Ankara mit einer Vertreterin, mit der ich über Monate hinweg in engem Kontakt stand. Es war daher nicht nur ein sehr hilfreiches Treffen, sondern auch ein herzlicher ‚Ach, Sie sind das also’-Moment für beide Seiten. Der Tag war auch mein zweijähriges Jubiläum bei »kulturweit« - ein sehr gelungener Zufall, auf den ich am Abend mit den Freiwilligen mit einem Glas Ayran anstieß."
Der »kulturweit«-Film
Tobias Kettner, bei »kulturweit« für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig
"Alle Highlights der letzten zwei Jahre »kulturweit« aufzuzählen, würde eine sehr lange Liste ergeben. Ein ganz besonders intensiver Moment war aber auf jeden Fall die Premiere des »kulturweit«-Dokumentationsfilms auf dem Rückkehrerseminar im Februar 2010. Damit sind gleich zwei tolle Ereignisse zusammen gekommen: da ich für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig bin, war das Projekt einer filmischen Dokumentation über »kulturweit« natürlich eine besondere Herzensangelegenheit. Zum anderen freue ich mich immer ganz besonders auf Seminare. Denn hier lernen wir die Freiwilligen, ihre Motivation und ihre Geschichten aus den Einsatzländern persönlich kennen."
Im Bus unterwegs zum Seminar
Jasmin Brehme, bei »kulturweit« für das Sekretariat zuständig
"Da ich unter anderem die Hotline betreue, bei der Interessenten Fragen an »kulturweit« loswerden können, lerne ich viele Freiwillige zuerst am Telefon kennen. Eine ganz neue Erfahrung war es dann, als ich im September 2010 mit einem Bus voller Freiwilliger vom Berliner Hauptbahnhof zum Seminargelände am Werbellinsee gefahren bin. Da waren nicht nur die Freiwilligen aufgeregt! Bei meiner Ansage im Bus gab es eine extrem laute Rückkopplung im Mikro - so hatte ich ungewollt, aber sofort die ganze Aufmerksamkeit der Freiwilligen!"
Begeisterte Rückmeldungen
Linda Vahldieck, bei »kulturweit« für die BewerberInnenauswahl und die Betreuung der Freiwilligen zuständig
"Weniger ein bestimmter Moment ist für mich bedeutend, sondern eher der gesamte Zeitraum, auf den ich seit mittlerweile über zwei Jahren zurückblicke. Begonnen hat alles mit dem Aufbau unseres kleinen Büros, das mittlerweile auf eine beachtliche Größe gewachsen ist. Jede Freiwilligengeneration bedeutet auch für uns neue und eigene Erfahrungen - von der immer wieder zeitintensiven und interessanten Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber zum Zeitpunkt, an dem die Freiwilligen in die weite Welt ausreisen, über die Betreuung während des Freiwilligendienstes, den Besuch bei Zwischenseminaren, bis hin zum Wiedersehen auf dem Nachbereitungsseminar.
Besonders freue ich mich natürlich immer mal wieder über begeisterte Rückmeldungen von Freiwilligen aus ihrem Gastland, aber auch die kleineren und größeren Sorgen gehören dazu und finden einen guten Ausgang. Ein großes Dankeschön auch an alle Praktikantinnen, Praktikanten und studentischen Aushilfen im Büro, die immer frischen Wind und neue Ideen in unser sowieso tolles und dynamisches Team bringen."
Fragende Gesichter
La-Kahina Kernn, bei »kulturweit« für das Sekretariat zuständig
"Mein schönster Moment bei »kulturweit«? Eigentlich ist jeder Tag an sich einzigartig und schön zugleich. Aber am schönsten fand ich, als ich am ersten Tag des Vorbereitungsseminars für die Freiwilligen der Ausreise im September 2010 den ganzen „Haufen“ zum ersten Mal sah. Da wurde einem klar, wie viele Personen von uns betreut werden. An dem Tag war ich Busbegleiterin. Ich erklärte mich auch dazu bereit, vor dem Hauptbahnhof mit einem »kulturweit«-Schild zu stehen, um die Freiwilligen den Weg zum Busbahnhof zu erklären. Am schönsten war, in die teils aufgeregten, fragenden und gespannten Gesichter zu schauen."
Eine rundherum tolle Erfahrung
Clara Bottenberg, Marie von Consbruch und Julia Wenger, z.Zt. Praktikantinnen in der »kulturweit«-Koordinierungsstelle
"Ein besonderer Moment bei »kulturweit«?! Eigentlich ist das ganze Praktikum besonders! Das Arbeiten in einem professionellen und netten Team, das Übernehmen anspruchsvoller Aufgaben und das Gefühl herzlich willkommen zu sein, macht unser Praktikum zu einer rundum tollen Erfahrung.
Die wöchentlichen Teamsitzungen und das Team, das für uns immer ein offenes Ohr hat, ermöglichen uns einen spannenden und interessanten Einblick in die Arbeit der Koordinierungsstelle von »kulturweit« - und machen Lust auf mehr!"
»kulturweit« begann für mich, als ich ein dumpfes Grollen hörte!
Christina Pott, bei »kulturweit« für den Bereich Buchhaltung und Kooperation mit den UNESCO-Nationalkommissionen zuständig
"Im Sommer 2009 verstärkte ich das Kern-»kulturweit«-Team bei der Seminarorganisation. Wir waren alle sehr aufgeregt, schließlich war es für uns alle das erste Seminar in dieser Größe. Schließlich rollten die ersten Busse an und wir gingen unseren ersten Freiwilligen entgegen. Noch bevor wir unsere 191 Schützlinge zum ersten Mal sahen, hörten wir das dumpfe Grollen von 191 Koffern. Mit diesem Moment wurde »kulturweit« ganz real für mich."










