„Deutschland zum Anfassen“ in Tiflis
Alle »kulturweit« Freiwilligen wurden in einem 10-tägigen Seminar intensiv auf ihren Aufenthalt in den Gastländern vorbereitet. Gleichzeitig bereiteten sich auch die Einsatzstellen auf den Empfang „ihrer“ ersten Freiwilligen vor. Ein Blick zur 195. Schule in Tiflis, Georgien lässt erahnen, mit wie viel Engagement die AnsprechpartnerInnen den Aufenthalt ihrer Freiwilligen geplant haben.

- Blick auf die Altstadt von Tiflis, der Hauptstadt Georgiens
Frau Hebbeler ist Deutschlehrerin an der 195. Schule in Tiflis und betreut hier zwei »kulturweit« - Freiwillige. Ihr ist besonders wichtig, dass die Freiwilligen sich in der ungewohnten Umgebung schnell wohl fühlen und viele neue Menschen kennen lernen. Daher stand in den ersten Tagen das Kennen lernen im Vordergrund. Mit weiteren LehrerInnen, KoordinatorInnen und der Fachberaterin der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen hat sie daher ein gemeinsames Treffen mit allen »kulturweit« - Freiwilligen, die in Georgien eingesetzt werden, organisiert. Bei einem Stadtrundgang konnten die Freiwilligen außerdem nicht nur touristische Sehenswürdigkeiten, sondern auch versteckte Ecken und beliebte Treffpunkte entdecken.
Für die ersten Tage haben sich Frau Hebbeler und ihre KollegInnen zudem viel Zeit genommen, um die Freiwilligen bei organisatorischen Dingen zu unterstützen. Hierzu gehörte die Wohnungssuche und die Anmeldung bei entsprechenden Ämtern. In der ersten Woche wurde aber auch der konkrete Einsatz der Freiwilligen besprochen. Die Schule hat die Durchführung einer Theater- und einer Ökologie-AG angeregt, die Freiwilligen können sich also auf viel Raum für Kreativität freuen. Vor allem werden eigene Ideen und Projekte der Freiwilligen erwünscht und vieles wird sich im Verlauf des Schuljahres ergeben.
Da es in Georgien kaum Möglichkeiten zu authentischem Kontakt mit jungen Deutschen gibt erwartet Frau Hebbeler, dass sich die Schüler im anlaufenden Schuljahr dafür begeistern werden, ein Stück „Deutschland zum Anfassen“ erleben zu können. Durch die Präsenz und die Ideen der »kulturweit« - Freiwilligen im georgischen Schulalltag wird es in den kommenden Monaten viele Momente der Kulturbegegnung geben, in denen alle Beteiligten über die eigenen Grenzen hinaus Erfahrungen machen.
Auf die Frage, welche prägenden Eindrücke die Freiwilligen nach einem Jahr in Tiflis zurück nach Deutschland nehmen werden, vermutet Frau Hebbeler, dass die Stadt sie „sicher schockieren wird mit Chaos, sozialer Not, ungewohnten Gefahren und fremden Gewohnheiten, aber ebenso erstaunen wird mit Freundlichkeit, Enthusiasmus, Spontaneität und Offenheit der Menschen.“
Auf alle »kulturweit« - Freiwilligen warten ebenso viele Herausforderungen wie Chancen fernab ihrer Heimat. Frau Hebbeler schließt: „Diese Kontraste wahrzunehmen, zu akzeptieren oder an ihnen zu arbeiten, das wird die Freiwilligen sicher für ihre Leben prägen.“



