Die kulturweit - Pioniergeneration

Die kulturweit Pioniergeneration

- Das »kulturweit« - Team der Deutschen UNESCO-Kommission bei der Verschickung der Verträge an die Freiwilligen
Der Freiwilligendienst »kulturweit« wurde im Februar diesen Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt. Nun sind die ersten Freiwilligen ausgewählt. Knapp 200 junge Menschen werden Ende August zu einem Vorbereitungsseminar bei Berlin zusammenkommen, um sich auf ihren Einsatz als Kulturmittler vorzubereiten. Zeit für die »kulturweit« - Koordinierungsstelle der Deutschen UNESCO-Kommission, ein erstes Resümee zu ziehen.
Dank der engen Zusammenarbeit mit UNESCO-Nationalkommissionen und den Mittlerorganisationen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik Deutschlands ist es »kulturweit« seit Februar gelungen, gut 200 Einsatzstellen in 54 Ländern zu schaffen. Vier Fünftel der Stellen liegen in sogenannten Entwicklungsländern, ein Fünftel in mittel- und südosteuropäischen Ländern. Die Anzahl und die große Bandbreite der Einsatzstellen spiegelt das selbst gesteckte Ziel von »kulturweit« wider, den Freiwilligen bereits in der ersten Ausreiserunde vielfältige und anspruchsvolle Einsatzmöglichkeiten anzubieten. In den nächsten Jahren werden diese nun noch weiter ausgebaut: mittelfristig sollen ca. 400 »kulturweit« - Einsatzstellen im Jahr zur Verfügung stehen.
Das Konzept, einen Freiwilligendienst auf dem Gebiet der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu schaffen, wurde von der Zielgruppe sehr gut angenommen. Viele unserer Bewerberinnen und Bewerber haben bereits Erfahrung im kulturellen und bildungspolitischen Bereich – etwa durch die Mitwirkung an Schülerzeitungen, Theaterprojekten oder Praktika im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Durchgängig positive Rückmeldungen haben wir auch zu dem zentralen Ziel des Freiwilligendienstes erhalten: „Brücken zu bauen“ ist nicht nur unser politisches Anliegen, sondern stößt auch bei den jungen Bewerberinnen und Bewerbern auf sehr viel Interesse!
Entsprechend dem Ziel, den direkten interkulturellen Austausch global zu fördern, befinden sich die »kulturweit« - Einsatzstellen in fast allen Regionen der Welt. Bei unseren Freiwilligen besonders beliebt war Lateinamerika, wo sich 30% aller Einsatzstellen befinden.
Neben dem Blick auf das Programm und die Einsatzmöglichkeiten lassen sich nun auch erste Aussagen über die Freiwilligenstrukturen machen. Der Anteil an Frauen bei den ausgewählten Freiwilligen liegt bei 65 %. Das hatte sich bereits in der Bewerbungsphase angedeutet - zwei Drittel aller Bewerbungen kamen von Frauen. Bewerberinnen und Bewerbern wurde somit im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit ein gleichberechtigter Zugang zu dem Freiwilligendienst gewährt.
Auch das Verhältnis von Schulabgängern zu Berufstätigen und Studierenden entspricht weitgehend dem Schnitt der Bewerberdaten: Gut drei Fünftel aller Freiwilligen absolvieren den Dienst im Anschluss an ihr Abitur, alle anderen sind Studierende, Arbeitnehmer, Auszubildende oder arbeitsuchend. Die heterogene Freiwilligenstruktur spiegelt unser Ziel wider, jungen Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen die Möglichkeit zu geben, interkulturelle und berufsorientierende Erfahrungen zu sammeln.
Diese ersten Daten über Einsatzstellen und Freiwillige ermutigen uns, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Im August wird die zweite, im Oktober die dritte Bewerbungsphase für »kulturweit« stattfinden. Bis dahin arbeiten wir - und natürlich auch die erste Generation Freiwilliger - mit Hochdruck an den Vorbereitungen für unsere erste Ausreise im September 2009.
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