60 Jahre Deutsche UNESCO-Kommission
Friede im Geist der Menschen zu verankern: das ist der Leitspruch der UNESCO. In Deutschland feiert die Deutsche UNESCO-Kommission dieses Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. In dieser Zeit entwickelte sie ein enorm breites Tätigkeitsfeld und ist heute eine der aktivsten und wichtigsten UNESCO-Nationalkommissionen weltweit.

- Gründung der UNESCO 1945.
Verankerung von Frieden
"Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden" – so lautet der Leitspruch der UNESCO – der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation. Aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges zogen die Gründungsstaaten der UNESCO die Lehre, dass ein Frieden, der ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruht, nicht ausreicht. Vielmehr müsse Frieden, um nicht zu scheitern, in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden. Um diese Ziele voranzutreiben, unterzeichneten 37 Staaten noch im Jahr der Beendigung des Zweiten Weltkrieges am 16. November 1945 die Verfassung der UNESCO.
Aufnahme der Bundesrepublik
Bereits sechs Jahre nach der Gründung der UNESCO wurde die Bundesrepublik Deutschland als Mitgliedsstaat aufgenommen. Für die Bundesrepublik trug die Mitgliedschaft entscheidend dazu bei, den nationalen Fachverbänden der Wissenschaft, Bildung, Kultur und Publizistik Möglichkeiten zur Mitarbeit in den entsprechenden Weltverbänden zu eröffnen. Die DDR musste dagegen deutlich länger auf einen Beitritt warten – sie wurde 1972 als 130. Mitgliedsstaat in die UNESCO aufgenommen.

- Die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn
UNESCO-Nationalkommissionen in Ost und West
Sowohl in Ost- wie auch in Westdeutschland wurden bereits vor dem offiziellen Beitritt nationale UNESCO-Büros eingerichtet. So bildete in der Bundesrepublik der „Deutsche Ausschuss für UNESCO-Arbeit“ den Vorläufer der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland endete am 3. Oktober 1990 die Mitgliedschaft der DDR in der UNESCO. Die deutschen UNESCO-Aktivitäten wurden zusammengeführt und die Geschäfte an die Deutsche UNESCO-Kommission in Bonn übergeben.
Deutscher Beitrag zur UNESCO
60 Jahre nach ihrer Gründung ist die Deutsche UNESCO-Nationalkommission heute eine der aktivsten und wichtigsten UNESCO-Nationalkommissionen weltweit. „Wir beraten die Bundesregierung in allen UNESCO-Angelegenheiten und leisten über unsere vielfältigen Netzwerke einen Beitrag zur Völkerverständigung und internationalen Zusammenarbeit“, so Roland Bernecker, Generalsekretär der DUK. „Hierbei spiegelt der interne Aufbau die breite Verankerung der DUK in Deutschland wider.“ Bis zu 114 Mitglieder gehören der UNESCO-Kommission in Deutschland an, darunter Einrichtungen und Vereinigungen aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien sowie ad personam gewählte Expertinnen und Experten. Beraten wird die DUK zudem von verschiedenen Ausschüssen und Projektgruppen, in denen ausgewählte Fachleute intensiv zu UNESCO-Themen arbeiten.

- Präambel der UNESCO
Das Sekretariat der DUK
All diese Tätigkeiten werden im Sekretariat der Deutschen UNESCO-Kommission in Bonn koordiniert. In Berlin befinden sich mit der »kulturweit«-Koordinierungsstelle und der Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen zwei Außenstellen. Ausführliche Informationen zum Aufbau und den Aufgaben der DUK finden Sie hier.
Um den Geburtstag – 60 Jahre deutsche Mitgliedschaft in der UNESCO, 60 Jahre Deutsche UNESCO-Kommission – gebührend zu feiern, wird am 23. Juni eine öffentliche Festveranstaltung im Auswärtigen Amt stattfinden. Nähere Informationen hierzu finden Sie ab Anfang Mai auf der Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission.
Anlässlich des Jubiläums zieht Herr Bernecker ein positives Fazit der Entwicklung der Deutschen UNESCO-Kommission: „In den vergangenen zehn Jahren hat die DUK zahlreiche neue Projekte in Angriff genommen - wie die Umsetzung der UN-Dekade 'Bildung für Nachhaltige Entwicklung' und eben auch den Freiwilligendienst »kulturweit«. Die Entwicklung im DUK-Sekretariat zeigt, dass unsere Themen aktueller denn je sind und die Qualität unserer Arbeit anerkannt wird. Auch in Zukunft wird die DUK intensiv daran arbeiten, deutsche Expertise in das internationale Forum der UNESCO zu tragen und gleichzeitig ihren Beitrag zur Förderung einer weltoffenen Wissensgesellschaft in Deutschland zu leisten.“
zurück zur Newsletter-Übersicht
zurück zur Startseite


